Fächerblattbaum, Fächerbaum, Silberaprikose
Der Ginkgo
ist ein altes asiatisches Heilmittel und in China und Japan heilig. Der Ginkgo,
chin.: "Silberaprikose", ist durch die Form
des geteilten Blattes und seine Zweihäusigkeit zum Sinnbild des dialektischen Yin und Yang der chinesischen Philosophie und damit des
weiblichen und männlichen Prinzips, des Tages und der Nacht, von Freud und Leid
und Leben und Tod geworden.
In China wird er hauptsächlich gegen Asthma, Bronchitis und Hautunreinheiten
eingesetzt.
In Europa wird Ginkgo meist für die bessere Durchblutung vor allem des Gehirns
und gegen Arteriosklerose eingenommen. Der Leistungsabfall des Gehirns wird
nachweislich vermindert. Verantwortlich ist wahrscheinlich der hohe Anteil an Flavoiden und Terpenoide.

Es ist
eine ganz besondere Pflanze
,
denn er ist weder ein Nadel- noch ein Laubbaum und einer der ältesten Bäume der
Erde. Vor 30 Millionen Jahren war der Ginkgo noch in Mitteleuropa verbreitet,
die Eiszeiten haben ihn jedoch nach China verdrängt.
Engelbert Kaempfer lernte den Ginkgo während seine
Aufenthalts in Japan 1690 –1692 kennen, von ihm stammt die erste deutsche
Erwähnung dieses Baumes.
Die Einführung nach Europa erfolgte dann Ende des 18.Jahrhunderts, als
Zierpflanze wurde er erstmal in Wiener Parks angepflanzt.
Er hat, bevor er seine Blätter verliert, eine wunderschöne Herbstfärbung und
eignet sich sogar für die Kübelkultur. Ginkgos sind zweihäusig, das heißt, es
gibt männliche und weibliche Bäume.
Meist werden in den Baumschulen die männlichen Formen angeboten, weil die
weiblichen im Alter im Herbst olivgrüne, kirschförmige Früchte ausbilden, die
im Reifestadium unangenehm nach Buttersäure riechen. Die männlichen Artgenossen
bilden nach 20-30 Jahren nach der Blüte schöne Kätzchen aus.
Die gerösteten Nüsse gelten als heilsame Delikatesse.
Der Ginkgo ist ein idealer Baum zur Pflanzung bei einem besonderen Anlass: der
Geburt eines Kindes, beim Einzug ins neue Haus...schwach wüchsige Formen wie
"Saragota" oder "Ohasuki"
sind auch für kleinere Gärten geeignet.